|
|
|
| |
|
|
| |
 |
| |
|
|
| |
|
 |
| |
|
|
|
|
|
|
|
Die Geschichte der Insel Procida ist so
alt wie die Zeiten. Von den 3 Hauptinseln
des Golfs von Neapel ist Procida die kleinste,
aber sie wurde als erste bewohnt.
Zwischen dem 17. und dem 16. Jahrhundert
vor Christus wählten die Mykener sie
als Niederlassung für die Herstellung
von Metallen, und viele Fundstücke,
die auf der kleinen Insel Vivara gefunden
wurden, stellen Zeugnisse ihrer Anwesenheit
dar.
Zwischen dem 18. und dem 17. Jahrhundert
vor Christus siedelten sich hier wahrscheinlich
die Cumaner an, denen Jahrhunderte später
die Römer folgten. Im 6.
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
Jahrhundert nach Christus wurde Procida
an das Gebiet von Neapel angeschlossen,
unter der Jurisdiktion des Grafen von Miseno.
Procida litt unter häufigen Sarazenenüberfällen:
Alarichs Westgoten, die Vandalen von Genserico
suchten die Kampanischen Küsten heim.
Die Bewohner des nahen Miseno waren damals
gezwungen, sich nach Procida zu flüchten,
und der Graf schloss dieses ganze Territorium
an die Jurisdiktion der Insel an, daher
stammt auch der Name Monte di Procida. Um
das 10.
|
| |
| |
| |
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| Jahrhundert
findet man auf der Insel die ersten Ansiedlungen
von Benediktinern, die sich zu Beginn im
Kloster Santa Margherita Vecchia in Marina
Chiaiolella niederließen. Infolge
der ständigen Sarazenenüberfälle
musste der Ortsteil Terra Murata befestigt
werden, der damals Terra Casata genannt
wurde: um das 11. Jahrhundert wurde dort
von den Benediktinerpadres das Kloster San
Michele Archangelo (hl. Erzengel Michael)
gebaut. Im 12. Jahrhundert wurde Procida
ein Lehen der Normannen, zusammen mit Monte
di Procida. Die Lehensherren der Insel waren
die „Da Procida“, mit dem berühmten
Giovanni Da Procida, Held der Sizilianischen
Vesper, erster und Großherr der Insel.
|
|
 |
| |
|
|
|
|
|
| |
|
|
 |
|
Sehr wahrscheinlich muss
man in der Terra Murata die Residenz der
Familie Da Procida suchen. 1340 wurden Procida,
Monte di Procida und die kleine Insel Vivara
von der Familie Cossa gekauft, die im darauf
folgenden Jahrhundert durch die Dynastie
der Aragonesen abgelöst wurde.
1529 vertraute König Karl V. von Habsburg
Procida den D’Avalos an. Herausragende
Persönlichkeit war Innico D’Avalos,
der beachtliche Veränderungen auf die
Insel mitbrachte, besonders im bewohnten
Ortsteil von Terra Casata, um die Bewohner
besser vor den häufigen Sarazenenüberfällen
zu schützen.
Sein Werk waren die Erbauung der D’Avalos-Burg
und der Ringmauer (nur über ein eisernes
Tor zugänglich, welches man heute noch
sehen kann, in der Nähe des Aussichtspunktes
mit den beiden Kanonen) weswegen seit damals
der Ortsteil Terra Casata nun Ortsteil Terra
Murata (von einer Mauer umgürtetes
Land) genannt wird.
Der Familie D’Avalos folgten, nach
einer Enteignung im 18. Jahrhundert, die
Bourbonen.
Procida und seine Geschichte verschmolzen
seither mit der Geschichte des Königreiches
von Neapel. Die Insel wurde ein Jagd-Lehen
„Kaiserliches Jagdreservat“
und die D’Avalos-Burg wurde zunächst
in einen Königlichen Palast und dann
in eine Strafanstalt umgewandelt.
|
| |
|
|
| |
|
|
| Ihr
„Gästeverzeichnis“ ist
reich an Berühmtheiten des Faschistischen
Regimes: die Vizekönige von Äthiopien
und Albanien, einige Minister des Duce und
Prinz Junio Valerio Borghese, der mythenumwobene
Kommandant der 10. Torpedobooteinheit (X
Mas). Aber genauso wichtig wie die Geschichte
Procidas ist die Geschichte ihres Seewesens.
Mit Sicherheit kamen die ersten Bewohner
der Insel übers Meer.
Und im Meer haben die Procidaner, im Gegensatz
zu den Bewohnern der anderen beiden Inseln
des Golfs, eine Quelle von Wohlstand und
Reichtum gefunden. Fähige Seeleute,
aber auch findige Reeder, die am Ende des
19. Jahrhunderts ein Sechzehntel der gesamten
italienischen Handelsflotte stellten. Das
Aufkommen der Dampfschifffahrt hat dann
einerseits dieser Vorherrschaft der procidanischen
Seefahrtsindustrie ein Ende gesetzt, aber
andererseits doch nicht die Berufung der
Insel zum Seewesen blockiert, indem sie
weiterhin bedeutende Kapitäne und Chefmaschinisten
hervorbrachte und hervorbringt, welche auf
der renommierten Seefahrtsakademie „F.
Caracciolo“ ausgebildet werden.
|
|
 |
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|